Space Trash Signs

Space Trash Signs

15.04.2024

Space Trash Signs: Neue „Sternzeichen“ aus Schrott visualisieren die Folgen von Weltraumverschmutzung

Die Erforschung des Weltraums boomt, doch sie verursacht auch ein schwerwiegendes Problem: Vom Menschen verursachter Weltraummüll, der wichtige Infrastruktur für das Leben auf der Erde zerstört. Die Initiative Space Trash Signs von Serviceplan Innovation macht – unterstützt von unter anderem der European Space Agency, Astronomers Without Borders und dem Deutschen Museum – kreativ auf dieses Problem aufmerksam. In Zusammenarbeit mit Steve Wozniaks Unternehmen Privateer erschafft sie neue astronomische Konstellationen aus Weltraummüll. 

München, den 15. April 2024 – In der Erdumlaufbahn befinden sich inzwischen mehr als 160 Millionen Stücke Weltraumschrott. Sie bewegen sich mit einer hohen Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Sekunde. Deshalb können selbst kleine Teile erheblichen Schaden an Satelliten, die für Telekommunikation, Navigation, Katastrophenmanagement, Umweltschutz, Landwirtschaft, Finanzverkehr und vieles mehr essenziell sind, anrichten.

Dr. Moriba Jah, Chief Scientist bei Privateer sagt dazu: „Es gibt international vereinbarte Richtlinien zur Vermeidung und Beseitigung von Weltraumschrott. Aber nichts wird durchgesetzt. Wenn wir nichts ändern, wird der Weltraum für uns sehr bald nicht mehr nutzbar sein.“

Von 19. bis 28. Juni 2024 tagt der Ausschuss der Vereinten Nationen für die friedliche Nutzung des Weltraums, um über den Umgang mit Weltraumschrott zu sprechen. Im Vorfeld dieser wichtigen Sitzung möchte die Space Trash Signs Initiative auf kreative Art und Weise für das Problem sensibilisieren. 

Den Trailer finden Sie hier.

Space Trash Signs erschafft neue astronomische „Sternzeichen“ – aus Weltraumschrott. Wobei jedes dieser „Schrottzeichen“ eine andere Auswirkung der Weltraumverschmutzung symbolisiert. So steht „The Broken Compass“ für das Ende von Navigationsdiensten wie GPS durch die Folgen von Weltraummüll. Dieser würde rund 6,5 Milliarden Menschen betreffen und die moderne Luftfahrt unmöglich machen. „The Great 404", benannt nach der Fehlermeldung „Seite nicht gefunden“ im Webbrowser, symbolisiert den Ausfall von Satelliteninternet, der 43 Millionen Menschen massiv einschränken würde. „The Lost Harvest“ steht für den Verlust von Umweltdaten, die nur durch Satelliten erfasst werden können, was zu Hungersnöten und Umweltkatastrophen führen kann.

Alexander Schill, Global Chief Creative Officer Serviceplan Group: „Seit Anbeginn der Zeit haben die Menschen auf der Suche nach Orientierung in die Sterne geschaut und bestimmten Mustern eine Bedeutung gegeben. Space Trash Signs baut auf dieser universellen Beobachtung auf, um über die Verschmutzung des Weltraums und die Folgen aufzuklären - ein Thema, das uns stark betrifft, über das aber fast niemand spricht. Es liegt in unserer Verantwortung als Kommunikationsexpert:innen, das zu ändern.“

Die Space Trash Signs wurden in Zusammenarbeit mit Privateer geschaffen. Das von Steve Wozniak mitgegründete US-Unternehmen sammelt täglich über 800 Millionen Datenpunkte über Objekte in der Erdumlaufbahn, wie Position, Größe und Geschwindigkeit, aber auch Ursprungsland und sogar geschätzte Stilllegungskosten. In diesem Datenpool wurden mittels KI visuelle Muster identifiziert, die über Gebieten auf der Erde liegen, die eine Verbindung zu einer bestimmten negativen Folge von Weltraummüll haben. 

So wurde das Zeichen „The Lost Harvest“, das eine magere Getreide-Ähre zeigt, über dem Amazonas-Regenwald, der Region mit der größten Artenvielfalt der Welt, lokalisiert. „The Great 404“ wurde über Burundi, Zentralafrika, dem Land mit der geringsten Anzahl von Internetnutzer:innen, „The Broken Compass“ über dem berüchtigten Bermuda-Dreieck im Nordatlantik lokalisiert.

„Privateer hat sich zum Ziel gesetzt, das Wissen über unsere Heimat, die Erde, durch die Linse des Weltraums zu erweitern. Wir freuen uns, Space Trash Signs mit unseren Daten und unserer Expertise bei ihrer Mission zu unterstützen, das Bewusstsein für Weltraumverschmutzung zu schärfen“, sagt Dr. Moriba Jah, Chief Scientist bei Privateer.

Die Initiative wird von einer Reihe prominenter Organisationen und Institutionen durch Expertise und Reichweite unterstützt, wie der European Space Agency, der wissenschaftlichen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt WARR, dem weltweit tätigen Weltraum-Unternehmen Astroscale, OKAPI:Orbits aus Deutschland, Dark Space aus Frankreich und Digantara aus Indien, der globalen astronomischen Gesellschaft Astronomers Without Borders sowie dem Deutschen Museum in München.

Zum Leben erweckt werden die Space Trash Signs durch eine Website mit interaktivem virtuellem Observatorium, durch immersive Inszenierung in über 700 Planetarien weltweit, von Dubai bis Tokyo, sowie in beliebten AR-Sternenbeobachtungs-Apps wie Star Walk und Sky Tonight. Darüber hinaus wird die Initiative durch eine digitale Media-Kampagne von Mediaplus begleitet, die durch inszenierte Website-Fehlerseiten, fehlgeschlagene Paketverfolgung oder Wetterprognosen auf die Folgen der Weltraumverschmutzung hinweist. Auf der Space Trash Signs Website finden sich neben Hintergrundinformationen auch Möglichkeiten aktiv zu werden, wie z.B. die Unterzeichnung der Zero Debris Charter. 

Die Space Trash Signs Initiative wurde von Serviceplan Innovation zusammen mit dem Designstudio Moby Digg, dem Grafikdesigner Frank Gräfe von Studios Eat, Sleep + Design in Berlin, dem Sounddesigner Jürgen Branz und Mediaplus entwickelt.

Das Mediakit zum Download finden Sie hier.

Credits:

Serviceplan Innovation

Mediaplus Group

Eat, Sleep + Design

Moby Digg

Owls Department

Jürgen Branz

Christoph Groß

Peoplegrapher GmbH

Michael Clasen

kimera

Non Zero

Raghavendra Rao

Download

Hier können Sie sich eine Datei herunterladen. 

Dateiname
SpaceTrashSigns_Visuals.zip
Dateigröße
8 MB
Dateiformat
application/zip
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Birgit Koch
Birgit Koch
Serviceplan Group
Corporate Communications
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